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26Mai/100

LTE Versteigerung beendet

Der Nachfolgestandard von UMTS, LTE (Long Term Evolution) steht nun endgültig in den Startlöchern. Die ersten Testversuche in Deutschland waren bereits erfolgreich abgeschlossen bzw. liefen parallel dazu weiter, als am 12. April 2010 die Versteigerung durch die Bundesnetzagentur in die Wege geleitet wurde - ein Jahrzehnt nach der Versteigerung der UMTS-Lizenzen. Nun, knapp fünf Wochen später steht fest, wie viel die Mobilfunkanbieter für das Betreiben des LTE-Netzes bzw. der Frequenzen an die Bundesnetzagentur zahlen müssen. Insgesamt beträgt der Erlös, der in den Topf des Haushalts der Bundesregierung fließen wird, 4,4 Milliarden Euro. Sozusagen ein "Tropfen auf den heißen Stein" angesichts dessen was die Bundesregierung derzeit für die Rettung bzw. Stützung des Euros braucht, nachdem viele Länder kurz vor dem Staatsbankrott stehen bzw. diesen bereits erreicht haben wie Griechenland.

Die Deutsche Telekom ist mit 1,3 Milliarden Euro, Vodafone und Telefónica O2 mit je 1,4 Milliarden und E-Plus mit 0,3 Millionen Euro ins Boot gestiegen.  Das ist nun nicht ganz so viel bzw. ein Minimum von dessen was im Jahr 2000 die Versteigerungen der UMTS-Lizenzen brachte, damals nämlich stolze 50 Milliarden Euro, was den damaligen Bundesfinanzminister Hans Eichel zu dem Ausspruch veranlasste, was UMTS eigentlich auch heißen könnte, nämlich „Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Staatsschulden“.

Doch auch seitens der Mobilfunkbetreiber will man in derzeit schwierigen Zeiten die Liquidität schonen. Vor allem wegen der restriktiven Auflagen, die mit dem Betreiben des LTE-Netzes verbunden sind, haben sich dieses Mal auch nur in Deutschland bereits etablierte Netzbetreiber an der Versteigerung beteiligt. Damit wird auch zusätzlicher Wettbewerb unwahrscheinlich. Dennoch steht im Zuge des technischen Fortschritts bereits heute fest, dass die Mobilfunkanbieter dieses Mal wohl nicht verbraucherunfreundlichen Preise für die Endgeräte und Tarife einsteigen werden. Für LTE wird höhere Leistung, geringer technischer Aufwand und damit auch geringere Preise für Endgeräte und Tarife vorhergesagt. Die Lizenzen für LTE laufen bis 2025 in Deutschland.

Dieser Gastartikel ist von Bastian geschrieben worden, der sonst üblicherweise zu IT-Rollout und Serverschränke berichtet.